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Pfarrei Christkönig Schweinfurt

Kirchenfenster von Christkönig

 

Kirchenfenster von Eberhard Sigel 

in Christkönig, Schweinfurt.

Originalformat (125.54 KB)

Der Künstler Eberhard Sigel, München, schreibt: Das Altarfenster ist auf den seit dem Mittelalter gültigen Grundfarben für die Heilige Dreifaltigkeit aufgebaut. Sie sind gleichzeitig die Grundfarben alles Farbigen in der Welt: Blau – Rot – Gelb. Aus der Unendlichkeit des Blau im oberen Fensterteil, das in einer sich wiederho-lenden Halbkreisform angeordnet ist, strömt die Bewegung in den Raum und zum Altar. Das Zentrum dieser Blauzone liegt außerhalb des Kirchenraumes im Jenseits. Es symbolisiert das schöpferische Zentrum Gottvaters. Kreisförmige Bewegungswellen setzen sich von hier bis in das anschließende Rot fort. Eine zusätzliche Bewegung stößt aus dieser Blauregion direkt nach unten. Sie beginnt zunächst zartgrünlich und blitzt in der unteren Fensterhälfte immer wieder, teils kräftiger, teils stiller, als Grünklang auf. Sie deutet den Lebensstrom Gottes schlechthin. Die große warme Rotfläche schwebt ruhig, wie die unendliche Liebe Gottes über dem Betrachter.Voll der Liebe beginnt es aus dieser Wärmezone gleichsam auszuströmen und im dynamischen Stürzen sich die Bewegung nach unten voll zu entfalten. In dieser lebhaften Abwärtsbewegung blitzen immer wieder die aus dem Rot und Blau abgewandelten Töne auf und schaffen die Verbindung zu dem lichtesten Teil des Fensters. Im Zentrum dieser Helligkeit erstrahlt das Christkönigsdiadem. So wie die unendliche Liebe Gottes uns das Licht dieser Welt, Christus, geschenkt hat, so ist aus der überquellenden roten Region das Licht herabge-kommen. Sowohl die auslaufenden Bewegungen, als auch die rote Tropfenform in der Mitte unten weisen hin auf das eucharistische Blutopfer am Altar.

Das Fenster der Emporenseite ist stiller gehalten. Durch eine lichte Öffnung, die wie ein Ausblick in eine himmlische Region ist, schwebt eine majestätische rötliche – blaue Ovalform. Sie verharrt in der ruhigen Zone eines weit sich dehnenden fernen Blau. Dort scheint sie als Zeichen des ewigen Gottes, der erhaben und jenseitig über uns wacht, zu verbleiben. Von ihm aus ergießt sich immerwährende Liebe und Gnade auf uns, in einer oftmals düsteren Welt. In gleicher Weise fällt ein heller Lichtstrom in die untere Hälfte des Fensters und verdrängt das dort vorhandene Grau.

Durchwirkt wird das gesamte farbige Geschehen beider Fenster von den durch Beton-strukturen gebildeten flügelartigen Formen. Sie durchziehen wie die Erinnerung an himmlische Heerscharen die farbigen Betonglaswände.